12 Januar 2026

Achtung! Gauner nutzen neue V16-Warnleuchte auf den Kanaren

 Achtung! Gauner nutzen neue V16-Warnleuchte auf den Kanaren


Sie soll Schutz bei Pannen bringen. Doch die neue V16-Warnleuchte bringt unter anderem auf den Kanaren Gauner auf die Spur wehrloser Autofahrer. Das ist ihre Masche:

Seit Einführung der V16-Warnleuchte haben Autodiebe Hochkonjunktur. Die neue Technologie soll mehr Sicherheit in den spanischen Straßenverkehr bringen. Doch jetzt ergibt sich dadurch eine neue Masche für Autodiebe – auch auf den Kanarischen Inseln.

Das Warndreieck hat in Spanien ausgedient. Wurde früher ganz analog eine dreieckige Warntafel aufgestellt, um vor einer Gefahrensituation zu warnen, soll heute alles datengestützt in Echtzeit geschehen. Die V16-Warnleuchte funkt automatisiert eine Gefahrenstelle in die Leitzentrale. Diese weiß sofort Bescheid, dass es eine Panne oder einen Unfall gab und warnt über Navigationssysteme alle Autos in der Umgebung.

Doch die Daten werden jetzt auch von Autodieben abgefangen und genutzt. Die Guardia Civil bestätigte mehrere Fälle von Schindluder durch die neue Technologie. Und so funktioniert der Betrug:

V16-Warnleuchte auch auf den Kanaren in der Kritik

Die spanische Verkehrsbehörde DGT pflegt eine Echtzeitkarte. Dort sind alle Daten zu Unfällen und Pannen einsehbar. Uhrzeit einer Gefahrenmeldung und der genaue Standpunkt werden angegeben. So sollen andere Verkehrsteilnehmer unmittelbar gewarnt werden, um an entsprechenden Stellen besonders vorsichtig zu fahren.

Doch nun werden immer mehr Fälle bekannt, in denen Gauner die neue Technologie ausnutzen. Das Prinzip ist simpel: Hat ein Fahrzeug eine Panne, kommt vermeintliche Hilfe angefahren. Die professionell auftretenden Pannenfahrzeuge nehmen das Auto an Bord und fahren davon.

Der Besitzer geht davon aus, dass der Wagen zur nächsten Werkstatt geschleppt wird. Doch in Wirklichkeit hat er oder sie das eigene Auto in diesem Moment zum letzten Mal gesehen.

Kanaren & Spanien: V16-Lampe auf dem Prüfstand

Die Guardia Civil musste bereits mehrere Fälle bestätigen, in denen ein abgeschlepptes Auto in der Folge spurlos verschwand. Die Wagen wurden entweder als Ganzes oder in Einzelteilen mutmaßlich ins Ausland verkauft, heißt es seitens der Ermittler.

Die Schwachstelle ist das Signal der V16-Warnleuchte. Denn was für Echtzeit-Warnungen sorgen soll, ist in Wirklichkeit für Gauner ein Echtzeit-Hinweis auf ihr nächstes Opfer.

In Stresssituationen agieren Menschen weniger rational. Der Betrug funktioniert auch deshalb so gut. Die Guardia Civil rät daher vor allem dazu, die Ruhe zu bewahren und genau aufzupassen.

Wegen neuer Masche: Kanaren-Polizei rät bei Pannen zu Vorsicht

Betroffene sollten dringend darauf achten, dass das Fahrzeug zu dem Unternehmen gehört, das mit dem Abschleppen beauftragt wurde. Auch die Bezahlung sei ein Hinweis. Denn während Versicherungen die Abrechnung intern regeln, wollen Gauner oft vor Ort noch Geld für den vermeintlichen Service sehen.

Während die neue Schwachstelle derzeit viele Autofahrer in Spanien und auf den Kanaren verunsichert, wollen Polizei, Verkehrsbehörde und Politik diskutieren, wie die neue Technologie besser abgesichert werden kann. In der Zwischenzeit gilt es, beim Rufen um Hilfe zu erfragen, wer genau mit dem Abschleppen beauftragt wird.

Quelle: https://www.teneriffa-news.com