Achtung! Gauner nutzen neue V16-Warnleuchte auf den Kanaren
Seit Einführung der V16-Warnleuchte haben Autodiebe
Hochkonjunktur. Die neue Technologie soll mehr Sicherheit in den spanischen
Straßenverkehr bringen. Doch jetzt ergibt sich dadurch eine neue Masche für
Autodiebe – auch auf den Kanarischen Inseln.
Das Warndreieck hat in Spanien ausgedient. Wurde früher ganz
analog eine dreieckige Warntafel aufgestellt, um vor einer Gefahrensituation zu
warnen, soll heute alles datengestützt in Echtzeit geschehen. Die
V16-Warnleuchte funkt automatisiert eine Gefahrenstelle in die Leitzentrale.
Diese weiß sofort Bescheid, dass es eine Panne oder einen Unfall gab und warnt
über Navigationssysteme alle Autos in der Umgebung.
Doch die Daten werden jetzt auch von Autodieben abgefangen
und genutzt. Die Guardia Civil bestätigte mehrere Fälle von
Schindluder durch die neue Technologie. Und so funktioniert der Betrug:
V16-Warnleuchte auch auf den Kanaren in der Kritik
Die spanische Verkehrsbehörde DGT pflegt eine Echtzeitkarte.
Dort sind alle Daten zu Unfällen und Pannen einsehbar. Uhrzeit einer
Gefahrenmeldung und der genaue Standpunkt werden angegeben. So sollen andere
Verkehrsteilnehmer unmittelbar gewarnt werden, um an entsprechenden Stellen
besonders vorsichtig zu fahren.
Doch nun werden immer mehr Fälle bekannt, in denen Gauner
die neue Technologie ausnutzen. Das Prinzip ist simpel: Hat ein Fahrzeug eine
Panne, kommt vermeintliche Hilfe angefahren. Die professionell auftretenden
Pannenfahrzeuge nehmen das Auto an Bord und fahren davon.
Der Besitzer geht davon aus, dass der Wagen zur nächsten
Werkstatt geschleppt wird. Doch in Wirklichkeit hat er oder sie das eigene Auto
in diesem Moment zum letzten Mal gesehen.
Kanaren & Spanien: V16-Lampe auf dem Prüfstand
Die Guardia Civil musste bereits mehrere Fälle bestätigen, in
denen ein abgeschlepptes Auto in der Folge spurlos verschwand. Die Wagen wurden
entweder als Ganzes oder in Einzelteilen mutmaßlich ins Ausland verkauft, heißt
es seitens der Ermittler.
Die Schwachstelle ist das Signal der V16-Warnleuchte. Denn
was für Echtzeit-Warnungen sorgen soll, ist in Wirklichkeit für Gauner ein
Echtzeit-Hinweis auf ihr nächstes Opfer.
In Stresssituationen agieren Menschen weniger rational. Der
Betrug funktioniert auch deshalb so gut. Die Guardia Civil rät daher vor allem
dazu, die Ruhe zu bewahren und genau aufzupassen.
Wegen neuer Masche: Kanaren-Polizei rät bei Pannen zu Vorsicht
Betroffene sollten dringend darauf achten, dass das Fahrzeug
zu dem Unternehmen gehört, das mit dem Abschleppen beauftragt wurde. Auch die
Bezahlung sei ein Hinweis. Denn während Versicherungen die Abrechnung intern
regeln, wollen Gauner oft vor Ort noch Geld für den vermeintlichen Service
sehen.
Während die neue Schwachstelle derzeit viele Autofahrer in
Spanien und auf den Kanaren verunsichert, wollen Polizei, Verkehrsbehörde und
Politik diskutieren, wie die neue Technologie besser abgesichert werden kann.
In der Zwischenzeit gilt es, beim Rufen um Hilfe zu erfragen, wer genau mit dem
Abschleppen beauftragt wird.
Quelle: https://www.teneriffa-news.com
